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   P A L Ä S T I N A      H E U T E: 03.06.2010   


Erdogan kündigt Strafverfolgung von Israelis an

Der türkische Premier Erdogan hat angekündigt, dass gegen die Verantwortlichen des israelischen Angriffs auf die Gaza-Hilfsflotte Strafanzeige gestellt wird. "Wir werden das nicht auf sich beruhen lassen", sagte er am Donnerstag. Bei dem Kommandoeinsatz starben neun türkische Aktivisten. Sie sollen laut Obduktionsergebnis erschossen worden sein. International hagelte es scharfe Kritik an Israel.
AG, 03.06.2010



Aktivisten planen neue Hilfsflotte für Gaza

Aktivisten wollen im Herbst erneut eine Hilfsflotte für den abgeriegelten Gazastreifen auf den Weg bringen. Mindestens drei Schiffe mit Hilfslieferungen sollten im September oder Oktober starten, kündigte die Organisation Free Gaza Movement am Donnerstag auf Zypern an.

An der Aktion werde sich auch die Organisation Europäische Kampagne zur Beendigung der Gaza-Blockade (ECESG) beteiligen, sagte Free-Gaza-Sprecherin Greta Berlin. Ein weiteres Hilfsschiff mit zwölf Aktivisten an Bord sei bereits auf dem Weg in den Gazastreifen und werde dort Anfang der kommenden Woche erwartet.

Am Montag waren bei einer israelischen Militäraktion gegen eine Hilfsflotte für das palästinensische Gebiet neun Menschen getötet worden. Das blutige Vorgehen der Streitkräfte stiess international auf Empörung und scharfe Kritik.
DPA, 03.06.2010



Israelisches Gericht rechtfertigt Waffeneinsatz gegen Gaza-Konvoi

RIA Novosti). Israels Oberstes Gericht hat den Waffeneinsatz gegen die pro-palästinensischen Aktivisten im Mittelmeer als Selbstverteidigung bezeichnet. "Die Soldaten war gezwungen zu reagieren, um ihr Leben zu verteidigen. Leider endete der Einsatz unerwartet mit Todesopfern", zitierten israelische Medien am Donnerstag aus einer Erklärung des Gerichts.

Die israelische Marine hatte in der Nacht zum Montag einen internationalen Schiffskonvoi gewaltsam gestoppt, der Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollte. Israel bestätigte neun Todesopfer unter den pro-palästinensischen Aktivisten, Hunderte von ihnen wurden vorübergehend festgenommen. Nach israelischen Angaben wurden die Marinekräfte von den Aktivisten an Bord mit Messern und Eisenstangen angegriffen.
AG, 03.06.2010



Henning Mankell erwägt Übersetzungsstopp ins Hebräische

Nach dem israelischen Angriff auf die pro-palästinensische Hilfsflotte erwägt der schwedische Schriftsteller Henning Mankell, die Übersetzung seiner Bücher ins Hebräische einzustellen. "Ich bin in Israel ein Bestseller-Autor und ich muss ernsthaft darüber nachdenken, ob ich die Übersetzung meiner Bücher ins Hebräische unterbinden sollte", sagte Mankell der Tageszeitung "Dagens Nyheter" vom Donnerstag. Er wolle aber nicht die "falschen Leute" mit seiner Maßnahme treffen. "Das habe ich auch zu bedenken", fügte der Schriftsteller hinzu, der sich insbesondere durch seine Krimis einen Namen machte.

Mankell war einer von elf Schweden, die an Bord der sechs Schiffe der Gaza-Flotte waren. Bei der Erstürmung des größten Schiffes waren am Montagmorgen neun Menschen getötet worden.
AFP, 03.06.2010



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