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   P A L Ä S T I N A      H E U T E: 07.07.2010   
Obama sichert Abbas Engagement für Palästinenserstaat zu

US-Präsident Barack Obama hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sein Engagement für die Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates zugesichert. Abbas habe Obama in einem Telefonat im Gegenzug sein Eintreten für einen "ernsthaften Friedensprozess" im Nahen Osten versprochen, sagte ein Sprecher der palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Außerdem habe der US-Präsident Abbas über sein Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu informiert.

Das Weiße Haus in Washington bestätigte das Telefongespräch. Obama und Abbas hätten über die Chancen für baldige direkte Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern geredet, um ein Abkommen zu erreichen, das "einen unabhängigen und lebensfähigen palästinensischen Staat Seite an Seite mit Israel in Frieden und Sicherheit lebend" zum Ziel habe, hieß es in einer Erklärung. Der US-Gesandte George Mitchell soll in Kürze neue Gespräche im Nahost-Konflikt anstoßen.

Obama und Netanyahu hatten sich am Dienstag bei einem Treffen im Weißen Haus für die rasche Aufnahme direkter Friedensgespräche ausgesprochen. Israel und die Palästinenser haben derzeit nur über US-Vermittler Kontakt. Die palästinensische Autonomiebehörde hatte die Verhandlungen im Dezember 2008 nach Israels Militäreinsatz im Gazastreifen unterbrochen.
AG, 10.07.2010



Libyen schickt Hilfsschiff zu Palästinensern nach Gaza

Libyen will ein Schiff mit Hilfsgütern zu den Palästinensern im Gazastreifen schicken. Der unter moldawischer Flagge fahrende Frachter "Amal Thea" soll am Sonnabend vom griechischen Hafen Lavrion aus starten, wie es bei der griechischen Küstenwache hieß. Lavrion liegt etwa 70 Kilometer östlich von Athen. Zunächst hatte ein Sprecher der libyschen Botschaft gesagt, das Schiff sei die unter lettischer Flagge fahrende "Hope".

Wie es aus Kreisen der Küstenwache in Lavrion weiter hieß, sind an Bord des Frachters rund 30 Menschen - in der Mehrheit Libyer. "Wir werden wahrscheinlich morgen (Sonnabend) abfahren," sagte ein Besatzungsmitglied.

Das Schiff fahre im Auftrag der libyschen Hilfsorganisation "Gaddafi International Charity and Development Foundation Association", sagte der Botschaftssprecher. Die Organisation wird von Saif al-Islam al-Gaddafi, einem Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, geleitet. Das Schiff hat 2000 Tonnen Medikamente und andere Hilfsgüter geladen.
AG, 10.07.2010



Israel warnte die Vereinten Nationen

Israel hat die Vereinten Nationen aufgerufen, eine libysche Hilfslieferung für den Gazastreifen zu verhindern. Wie die Zeitung "Haaretz" am Samstag in ihrer Online-Ausgabe meldete, schrieb die israelische UN-Botschafterin Gabriela Schalev einen Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, in dem sie ein Einschreiten der internationalen Gemeinschaft forderte. Israel behalte sich sein Recht vor, das Schiff an der Verletzung der Blockade des Gazastreifens zu hindern, warnte Schalev.
AG, 10.07.2010



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