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Yasser Arafat hatte Recht

Von Jihad el-Khazen

Vergesst es! Mit dieser israelischen Regierung und solchen Israelis wird es keinen Frieden geben.

Netanyahus Regierungsmannschaft ist faschistisch und rassistisch und der Extremismus einzelner ist in den täglichen Statements und Debatten weltweit zu registrieren. Das israelische Volk wanderte seit der Staatsgründung mehr und mehr nach rechts und wurde immer extremistischer. In der Vergangenheit wählten Israels Juden eher die Mitte und Links. Wie auch immer, der Fehlschlag des Friedensprozesses in den 90ern verstärkte den Marsch nach Rechts. Eine extreme Rechte Minorität konnte das Volk davon überzeugen, dass Palästinenser keinen Frieden wollen. Der damalige Außenminister, Shlomo Ben Ami, schrieb in seinen Memoiren, dass Arafat Recht tat, die US-israelischen Vorschläge in Camp-David zurückzuweisen, weil man ihn nur täuschen wollte.

Es ist noch gar nicht so lange her, da akzeptierte ich einen Palästinensischen Staat auf 22% des palästinensischen Bodens, eigentlich tue ich das bis heute und würde das auch noch morgen. Aber Extremismus kann man nur mit Extremismus begegnen. Wenn ich die Kommentare in der israelischen Medienlandschaft, bezüglich Netanyahus standhafter Regierung lese, möchte ich aufschreien und allen Palästinensern und Arabern zurufen: Palästina ist das Land zwischen der See und dem Jordanfluss und die Israelis leben dort wie Diebe, die das Land von ihren angestammten Bewohnern stahlen und das weiter Tag für Tag so machen!

Die israelische Unabhängigkeitserklärung oder besser die "Erklärung des Raubes von Palästina" drückt klar aus, dass Israel "die vollständige Gleichheit aller sozialen und politischen Rechte der Bewohner, unabhängig von Religion, Rasse oder Geschlecht" sicherstellen wird. Man garantierte Freiheit der Religion, Sprache, Erziehung und Kultur. Es sollte ein "Heiliges Land aller Religionen" sein und nach der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen ausgerichtet werden.

Die Taten der folgenden israelischen Regierungen, nicht erst der jetzigen, konterkarierten alle Erklärungen dieser Art und das unendliche Wort vom "jüdischen Staat" zeigt den Weg und das Ziel auf: keine Rechtsgleicheit! Über 62 Jahre häufen sich Verurteilungen der israelischen Politik und UN-Resolutionen. Das sagt doch aus, dass Israel als Aggressorstaat, der ständig die Charta der Vereinten Nationen verletzt, angesehen wird. Wieder sage ich: Vergesst es! Ich will auch die Errichtung eines lebensfähigen Staates Palästina in den Grenzen von 1967 und mit Ostjerusalem als Hauptstadt - nur auf dem 5tel des Landes Palästina.

Die Palästinenser haben in diesem Sinne seit 1990 verhandelt. Mit Ehud Barak und Ehud Olmert. Die Autonomiebehörde stimmte dann auch den "indirekten Gesprächen" zu, Gespräche um Grenzen und um Sicherheit! Aber was war Israels Antwort?:
Die Netanyahu-Regierung sagt, dass es nicht um Landaustausch gehen würde, sondern nur um Sicherheit (für Israel). Aber ich sage, Sicherheit ist ein wenig greifbarer und verschwommener Begriff, währen Boden etwas fassbares darstellt. Wie ach immer, die israelische Seite will nicht über Grenzen eines zu gründenden Staates Palästina verhandeln. Man spricht über Fragen der "Entmilitarisierung" eines Staates Palästina und der Anerkennung Israels als "jüdischen Staat". Die Lösung der Flüchtlingsfrage soll auf Kosten der Nachbarländer - Jordanien, Libanon, Syrien oder anderen arabischen Ländern -erfolgen.

Der Likudnik Kommentator, Guy Bechor, äußerte sich ganz im Stil eines Propagandaminister Goebbels in der Zeitung Yedioth Ahronoth, dass Jordanien einen Palästinenserstaat auf Kosten Israels wolle. Er meinte, dass jede israelische Führung von jetzt an nur noch über eine Konföderation mit der Westbank verhandeln solle, über gemeinsame Außenpolitik und einer gemeinsamen Verwaltung usw. (Wie schön ungestört könnte man dann weiter das Land abgreifen)

Dieser sagenhafte Extremist schrieb schon vor einigen Wochen über die strategische Allianz zwischen Präsident Mubarak (Ägypten) und Netanyahu. Da fand er viele Araber, die ihm zustimmten, weil es ihnen einfach in ihre Politik passte. In seinem, vom kleinen Goebbels inspirierten, Gerede zielte er auf Jordanien. Hier muss ich sagen, dass wir alle Palästinenser und Jordanier sind und ich akzeptieren würde, wenn König Abdullah II beide Teile regieren würde. Nach einer Gründung eines palästinensischen Staates!

Das ist aber alles außer Frage im heutigen Israel, wo eine extremistische Regierung ein Volk in seiner Mehrheit repräsentiert, die ebenso extremistisch ist. Diese Majorität muss aufwachen, bevor irgendwann in der Zukunft ein Anschlag mit Massenvernichtungswaffen geschehen kann.

Moshe Yalon, der frühere Stabschef und der derzeitige stellvertr. PM, schrieb das Vorwort zu einer Extremismusstudie, in der er vor einer Rückkehr zu den Grenzen von 1967 warnte. Mit anderen Worten, er warnte vor Frieden und rief Israel zu Fortsetzung eines andauernden "Konfliktmanagements" auf, weil eine andere Lösung für ihn "nicht praktikabel" erscheint!

Israel ist ein terroristischer Staat der kein Recht zur Existenz als Regionalmacht hat. Wenn wir die 2-Staatenlösung akzeptieren, bedeutet das nicht dass wir vergessen, dass Israel ein biblischer Mythos ist und die Palästinenser derzeit den Preis für die Ermordung der khasarischen Juden durch den christlichen Westen bezahlen.

Kehren wir zurück zu Guy (Goebbels) Bechor. Er meint, dass ist unverständlich, dass diegesamte Last des Palästina-Problems alleine auf den Schultern Israels liegt.

Die Wahrheit ist doch, dass die gesamte Israelische Last auf palästinensischen Schultern liegt, die die wahren Eigentümer des Landes waren und sind. Wer will das abstreiten? Israelische Extremisten wie Bechor werden ohnehin nur "Transitreisende" sein, wenn der palästinensische Staat gegründet ist.

www.daralhayat.com, 25.07.2010
(eng.-dt.: W. Bornholdt)


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