IMAGE Rabbi fordert Vergiftung palästinensischen Wassers
Montag, 20. Juni 2016
Wie das palästinensische Außenministerium Ende vergangener Woche mitteilte, verurteilt Rami Hamdallah, Premierminister von Palästina, die Entscheidung des israelischen... Weiterlesen...
IMAGE Einreiseverbot nach Israel für palästinensischen Friedenstifter
Sonntag, 19. Juni 2016
Der neue radikale israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat einem führenden palästinensischen Vertreter die erleichterte Einreise-Erlaubnis nach Israel entzogen.... Weiterlesen...
IMAGE Israel pumpt weitere Millionen in den Siedlungsausbau
Sonntag, 19. Juni 2016
Die Regierung der israelischen Besatzung hat heute „Sonderhilfen“ in Höhe von 16 Millionen Euro zugunsten der Siedlungen im besetzten Westjordanland beschlossen. Wie es in... Weiterlesen...
IMAGE Sofia: Mord im Garten der palästinensischen Botschaft
Freitag, 26. Februar 2016
Ein flüchtiger Palästinenser ist am Freitagmorgen tot in Bulgarien aufgefunden worden. Der 52-jährige Omar Nayef Zayed lag leblos im Garten der palästinensischen Botschaft in... Weiterlesen...
IMAGE Nach 94 Tage Hungerstreik beendet Al-Kek Hungerstreik
Freitag, 26. Februar 2016
Nach 94 Tagen Hungerstreik hat der palästinensische Häftling Mohammed al-Kek in Israel seine Protestaktion abgebrochen. Der 33-jährige werde am 21. Mai freigelassen, sagte... Weiterlesen...
IMAGE Palästina warnt Israel vor weiterem Bau von Sperranlagen
Freitag, 12. Februar 2016
Das palästinensische Außenministerium hat Israel vor dem weiteren Bau von Sperranlagen gewarnt. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung wurde die internationale... Weiterlesen...
IMAGE EU: Israel muss Zerstörung palästinensischer Häuser stoppen
Sonntag, 07. Februar 2016
Es habe in den vergangenen Wochen eine Reihe von "Entwicklungen" im besetzten Westjordanland gegeben, die die Lebensfähigkeit eines künftigen Palästinenserstaates zu... Weiterlesen...
IMAGE Israel verhängt Blockade über Ramallah
Montag, 01. Februar 2016
Der Zutritt wurde am Montag für Nichteinwohner weitgehend gesperrt und ein Verlassen der Großstadt stark erschwert. Mit dem Schritt reagierte die Armee auf ein Attentat, bei dem... Weiterlesen...
IMAGE Frankreich will Staat Palästina anerkennen
Samstag, 30. Januar 2016
Frankreich will demnächst sein Vorhaben einer internationalen Konferenz zum Nahost-Konflikt in die Tat umsetzen. „In den nächsten Wochen“ sollten die Vorbereitungen für... Weiterlesen...
IMAGE Human Rights Watch will Boykott israelischer Siedlungen
Mittwoch, 20. Januar 2016
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat ausländische Firmen in aller Welt aufgerufen, jede Kooperation mit den israelischen Siedlungen im besetzten Palästina zu... Weiterlesen...
Stille Landnahme
Freitag, 12. Februar 2016
Israelische Menschenrechtler werfen der dortigen Regierung vor, den Siedlungsbau voranzutreiben. Frühlingsblumen sprießen aus felsigem Grund, ein paar Hirten treiben ihre Ziegen die Hügel hinauf,... Weiterlesen...
Knesset verbannt arabische Abgeordnete
Freitag, 12. Februar 2016
Aiman Odeh, Fraktionschef der Vereinten Liste, ein Bündnis arabisch-israelischer Parteien in der Knesset, war bei dem Treffen nicht dabei, das unter jüdischen Parlamentskollegen einen empörten... Weiterlesen...
Baut nicht jüdische Gemeinden über dem Schutt von Beduinendörfern
Montag, 01. Februar 2016
Ein Brief an Prime Minister Netanjahu: baut nicht jüdische Gemeinden über dem Schutt von Beduinendörfern Das letzte rechtliche Hindernis, das die unmittelbare Vertreibung der Beduinen von ... Weiterlesen...
IMAGE Presseerklärung der Delegation des Europäischen Parlaments für Beziehungen mit Palästina
Sonntag, 21. Februar 2016
Nach einem viertägigen offiziellen Besuch drückte die Delegation des Europäischen Parlaments für Beziehungen mit Palästina ihre Bestürzung über die sich verschlimmernde... Weiterlesen...
IMAGE Israelischer Oberrabbiner ruft zum Mord auf – 21.1. 16
Montag, 01. Februar 2016
Über Lilian Rosengarten (Auschwitz-Überlebende) Wir dürfen einem Palästinenser  nicht erlauben zu überleben, nachdem er verhaftet wurde.   Wenn man ihn leben  lässt und... Weiterlesen...
IMAGE UNO sieht im Westjordanland 17'000 Bauten vom Abriss bedroht
Montag, 07. September 2015
Tausende Gebäude palästinensischer Einwohner im von Israel kontrollierten Teil des Westjordanlands sind nach Angaben der UNO vom Abriss bedroht. Insgesamt sind laut dem UNO-Amt... Weiterlesen...

Israels Puppenspielkrieg nimmt dem Apartheidregime die Maske

Das  el-Hakawati-Theater war  für sein jährliches Internationales Puppen-Theater-Festival farbenprächtig geschmückt, als eine Verbotsorder von den israelischen Behörden  die freudige Erwartung der palästinensischen Kinder, die in Ostjerusalem leben, zunichtemachte. Nun geben Plakate bekannt, dass das Theater   vom 22.-30.Juni geschlossen ist  und ersetzten die festlichen Dekorationen.

Der Puppenkrieg wurde vom  israelischen Minister für Sicherheit Yitzhak Aharonovitch bestimmt, der ein Fest für Kinder in ein Sicherheitsproblem verwandelt. Offiziell wurde die Order wegen eines israelischen Verbotes gegeben: die palästinensische Behörde darf dies nicht finanzieren und  Versammlungen dürfen ohne Erlaubnis der Regierung nicht abgehalten werden. Der Theaterdirektor Mohamed Halayiqa wurde vom Shin Bet zitiert und gefragt, wo das Geld herkommt. Halayiqa  verneinte eine Beteiligung der palästinensischen Behörde in jeder Weise. Trotzdem hat die israelische Polizei die Schließung gerechtfertigt.

Das Festival, das bereits seine neunzehnte Saison hatte erwartete eine große Anzahl internationaler Künstler und Theatergruppen. Halayiqa sagte, die Theaterschließung sei skandalös und behauptete, dass die Palestinian Culture-Foundation von palästinensischen  Geschäftsleuten und europäischen Spendern unterstützt wird.

Die Streichung des Puppenfestivals  lässt die Frage  nach Israels demokratischen Prinzipien hochkommen. Der Minister für Sicherheit sagt, er sei nicht gegen palästinensische kulturelle und künstlerische Veranstaltungen, solange sie sich an das  israelische Gesetz halten. Jedoch wenn die PA kulturelle Aktivitäten  für Palästinenser (in Ostjerusalem) sponsert, ist es verboten.  Das Ergebnis ist ein System, in dem sichKultur  nach der Ethnie  richtet.

Nach einer Untersuchung  der Vereinigung für zivile Rechte in Israel leben 78% der Palästinenser in Jerusalem und 84% der Kinder unter der Armutsgrenze. Israel vernachlässigt die  Grundrechte  der palästinensischen Bevölkerung,  einschließlich des Zuganges zu Bildung und zum professionellem Training. Solche Praxis lässt schwer  glauben, dass irgendwelche Anstrengungen von der Regierung gemacht werden, kulturelle Veranstaltungen zu liefern, selbst wenn sie  den israelischen Regeln entsprechen.

So  harmlos ein Puppenspiel sein mag, die israelischen Behörden sahen die palästinensische Kunst als nationalen Widerstand, der in Schach gehalten werden muss. Die israelischen Behörden sahen anscheinend  vor der Stornierung nicht  die Plakate für die festliche Veranstaltung, indem sie darauf hindeuteten, dass die Theaterschließung nicht auf Grund  eines nicht akzeptablen Inhalts befohlen wurde. Es scheint, dass jede Gelegenheit, die die Palästinenser bereichert als potentielle Bedrohung des israelischen Systems angesehen wird, die sich auf den Ausschluss und die Trennung der einen Gruppe gründet.

Unter denen, die gegen die Streichung des Festivals protestierten, sind die Puppenspieler der israelischen Fernsehserie „Sesamstreet“. Ariel Doron, der der israelischen Puppe Elmo seine Stimme leiht und Yousef Sweid, der der arabischen Puppe  Mahboob seine Stimme gibt, haben  mit der Puppets4all- Facebookseite, in der israelisches Fernsehen und  Schauspieler  und Protestler rund um die Welt eine Kampagne begonnen  und Bilder mit Puppen und Slogans postiert haben wie zum Beispiel: „Kultur ist kein Sicherheitsproblem“.

Die Facebookseite liefert den Link zu einer Petition, die besagt: „Jedes Kind hat das Recht, sich an einem Marionettenspiel zu erfreuen“. Ein kurzes Video. „der Puppenkrieg“ wurde von Doron geschaffen, um die Petition zu begleiten. Im Video wird  Israel  als aufblasbarer, blau-weißer  Hahn dargestellt, der  ängstliche  und um Hilfe schreiende Pupen jagt. Ariel Doron ist davon überzeugt, dass jedes Kind ein Recht auf Kultur hat. In einem Interview mit Haaretz drückt er  seine Ungläubigkeit aus in Bezug auf die Maßnahmen seiner eigenen Regierung. Es ist für mich kaum zu glauben, dass sie palästinensische Kinder davon abhalten, eine Puppenschau zu sehen. Es sieht lächerlich, grausam, traurig und vollkommen unnötig und auch heuchlerisch aus. Wenn ein israelischer Künstlerim Ausland ein Festival erwartet und boykottiert wird, weil er aus einem israelischen Fond bezahlt wird, spricht Israel dagegen und nun sagt es( Israel) dasselbe.

Palestine Monitor, 14.4.14.
(dt. Ellen Rohlfs)