IMAGE Palästinenser retten israelischen Siedler aus tiefem Erdloch
Samstag, 26. November 2016
Im Westjordanland haben Palästinenser einen israelischen Siedler nach sechs Tagen aus einem tiefen Erdloch gerettet. Der Mann sei am Sonntag in den Schacht hinabgestiegen, um... Weiterlesen...
IMAGE Netanjahu dankt Abbas für palästinensische Hilfe
Samstag, 26. November 2016
Nach fünftägigen Großbränden hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas am Samstag für palästinensische Hilfe bei der... Weiterlesen...
IMAGE Palästinenser weisen Vorwurf der Brandstiftung zurück
Freitag, 25. November 2016
Die Palästinenser haben die Vorwürfe der Brandstiftung nach den verheerenden Großbränden in Israel zurückgewiesen. Wasel Abu Jussef, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees,... Weiterlesen...
IMAGE Israel will Lautsprecher auf Moscheen verbieten
Freitag, 25. November 2016
Israelische Parlamentarier gehen gegen die angebliche Lärmbelästigung durch Moscheen vor. Sie wollen Lautsprecher auf Gebetshäusern verbieten. Über einen entsprechenden... Weiterlesen...
IMAGE Israel lehnt Friedenskonferenz in Paris ab
Dienstag, 08. November 2016
Israel hat Frankreich aufgerufen, auf die Pläne zur Einberufung einer Nahostkonferenz zu verzichten, und betont, dass Tel Aviv nicht an den Gesprächen teilnehmen wird, die für... Weiterlesen...
IMAGE 14-jähriger Palästinenser zu zwölf Jahren Haft verurteilt
Dienstag, 08. November 2016
Ahmed Manasra war zum Zeitpunkt der Tat am 12. Oktober 2015 erst 13 Jahre alt gewesen. Er und sein 15-jähriger Cousin Hassan Manasra griffen in der Siedlung Pisgat Zeev in... Weiterlesen...
IMAGE 500 000 Briefe von palästinensischen Kindern an Ban Ki Moon
Dienstag, 08. November 2016
Hunderte palästinensische Kinder haben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon 500 Tausend Briefe geschickt und die Freilassung von palästinensischen Kindern aus den israelischen... Weiterlesen...
IMAGE UNESCO lehnt israelische Besatzungspolitik in Jerusalem ab
Freitag, 14. Oktober 2016
Laut einem Resolutionsentwurf der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur mit Sitz in Paris gebe es keine historische Verbindung... Weiterlesen...
IMAGE Israel setzt Zusammenarbeit mit UNESCO aus
Freitag, 14. Oktober 2016
Israel hat seine Zusammenarbeit mit der UN-Kulturorganisation Unesco bis auf weiteres ausgesetzt. Damit protestiert die Regierung der israelischen Besatzung gegen zwei... Weiterlesen...
IMAGE Fifa: EU-Abgeordnete fordern den Ausschluss der israelischen Siedlerclubs
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Die Abgeordneten verweisen auf die Fifa-Statuten. Danach darf kein Club auf dem Gebiet eines anderen Verbandes ohne dessen Zustimmung und der Zustimmung der Fifa spielen. „Wir... Weiterlesen...
Überfall mitten in der Nacht
Freitag, 23. September 2016
Am frühen Mittwochmorgen gegen halb drei Uhr ist eine Einheit der israelischen Armee in das Dorf Bilin in der besetzten Westbank eingedrungen. Die Soldaten durchsuchten mehrere Häuser und... Weiterlesen...
Israels falscher Bürgerkrieg
Dienstag, 13. September 2016
Ist Israel am Rande eines Bürgerkrieges mit einer jüdischen Bevölkerung, die tief gespalten ist bezüglich der zukünftigen Besatzung, wie eine wachsende Anzahl israelischer Kommentatoren... Weiterlesen...
Stille Landnahme
Freitag, 12. Februar 2016
Israelische Menschenrechtler werfen der dortigen Regierung vor, den Siedlungsbau voranzutreiben. Frühlingsblumen sprießen aus felsigem Grund, ein paar Hirten treiben ihre Ziegen die Hügel hinauf,... Weiterlesen...
IMAGE Sorgen um den Koordinator des gewaltfreien Widerstands
Sonntag, 25. September 2016
Die Internationale Liga für Menschenrechte e. V., die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e. V. und das Palästinakomitee Stuttgart e. V. veröffentlichten am... Weiterlesen...
IMAGE Presseerklärung der Delegation des Europäischen Parlaments für Beziehungen mit Palästina
Sonntag, 21. Februar 2016
Nach einem viertägigen offiziellen Besuch drückte die Delegation des Europäischen Parlaments für Beziehungen mit Palästina ihre Bestürzung über die sich verschlimmernde... Weiterlesen...
IMAGE Israelischer Oberrabbiner ruft zum Mord auf – 21.1. 16
Montag, 01. Februar 2016
Über Lilian Rosengarten (Auschwitz-Überlebende) Wir dürfen einem Palästinenser  nicht erlauben zu überleben, nachdem er verhaftet wurde.   Wenn man ihn leben  lässt und... Weiterlesen...

Israels Puppenspielkrieg nimmt dem Apartheidregime die Maske

Das  el-Hakawati-Theater war  für sein jährliches Internationales Puppen-Theater-Festival farbenprächtig geschmückt, als eine Verbotsorder von den israelischen Behörden  die freudige Erwartung der palästinensischen Kinder, die in Ostjerusalem leben, zunichtemachte. Nun geben Plakate bekannt, dass das Theater   vom 22.-30.Juni geschlossen ist  und ersetzten die festlichen Dekorationen.

Der Puppenkrieg wurde vom  israelischen Minister für Sicherheit Yitzhak Aharonovitch bestimmt, der ein Fest für Kinder in ein Sicherheitsproblem verwandelt. Offiziell wurde die Order wegen eines israelischen Verbotes gegeben: die palästinensische Behörde darf dies nicht finanzieren und  Versammlungen dürfen ohne Erlaubnis der Regierung nicht abgehalten werden. Der Theaterdirektor Mohamed Halayiqa wurde vom Shin Bet zitiert und gefragt, wo das Geld herkommt. Halayiqa  verneinte eine Beteiligung der palästinensischen Behörde in jeder Weise. Trotzdem hat die israelische Polizei die Schließung gerechtfertigt.

Das Festival, das bereits seine neunzehnte Saison hatte erwartete eine große Anzahl internationaler Künstler und Theatergruppen. Halayiqa sagte, die Theaterschließung sei skandalös und behauptete, dass die Palestinian Culture-Foundation von palästinensischen  Geschäftsleuten und europäischen Spendern unterstützt wird.

Die Streichung des Puppenfestivals  lässt die Frage  nach Israels demokratischen Prinzipien hochkommen. Der Minister für Sicherheit sagt, er sei nicht gegen palästinensische kulturelle und künstlerische Veranstaltungen, solange sie sich an das  israelische Gesetz halten. Jedoch wenn die PA kulturelle Aktivitäten  für Palästinenser (in Ostjerusalem) sponsert, ist es verboten.  Das Ergebnis ist ein System, in dem sichKultur  nach der Ethnie  richtet.

Nach einer Untersuchung  der Vereinigung für zivile Rechte in Israel leben 78% der Palästinenser in Jerusalem und 84% der Kinder unter der Armutsgrenze. Israel vernachlässigt die  Grundrechte  der palästinensischen Bevölkerung,  einschließlich des Zuganges zu Bildung und zum professionellem Training. Solche Praxis lässt schwer  glauben, dass irgendwelche Anstrengungen von der Regierung gemacht werden, kulturelle Veranstaltungen zu liefern, selbst wenn sie  den israelischen Regeln entsprechen.

So  harmlos ein Puppenspiel sein mag, die israelischen Behörden sahen die palästinensische Kunst als nationalen Widerstand, der in Schach gehalten werden muss. Die israelischen Behörden sahen anscheinend  vor der Stornierung nicht  die Plakate für die festliche Veranstaltung, indem sie darauf hindeuteten, dass die Theaterschließung nicht auf Grund  eines nicht akzeptablen Inhalts befohlen wurde. Es scheint, dass jede Gelegenheit, die die Palästinenser bereichert als potentielle Bedrohung des israelischen Systems angesehen wird, die sich auf den Ausschluss und die Trennung der einen Gruppe gründet.

Unter denen, die gegen die Streichung des Festivals protestierten, sind die Puppenspieler der israelischen Fernsehserie „Sesamstreet“. Ariel Doron, der der israelischen Puppe Elmo seine Stimme leiht und Yousef Sweid, der der arabischen Puppe  Mahboob seine Stimme gibt, haben  mit der Puppets4all- Facebookseite, in der israelisches Fernsehen und  Schauspieler  und Protestler rund um die Welt eine Kampagne begonnen  und Bilder mit Puppen und Slogans postiert haben wie zum Beispiel: „Kultur ist kein Sicherheitsproblem“.

Die Facebookseite liefert den Link zu einer Petition, die besagt: „Jedes Kind hat das Recht, sich an einem Marionettenspiel zu erfreuen“. Ein kurzes Video. „der Puppenkrieg“ wurde von Doron geschaffen, um die Petition zu begleiten. Im Video wird  Israel  als aufblasbarer, blau-weißer  Hahn dargestellt, der  ängstliche  und um Hilfe schreiende Pupen jagt. Ariel Doron ist davon überzeugt, dass jedes Kind ein Recht auf Kultur hat. In einem Interview mit Haaretz drückt er  seine Ungläubigkeit aus in Bezug auf die Maßnahmen seiner eigenen Regierung. Es ist für mich kaum zu glauben, dass sie palästinensische Kinder davon abhalten, eine Puppenschau zu sehen. Es sieht lächerlich, grausam, traurig und vollkommen unnötig und auch heuchlerisch aus. Wenn ein israelischer Künstlerim Ausland ein Festival erwartet und boykottiert wird, weil er aus einem israelischen Fond bezahlt wird, spricht Israel dagegen und nun sagt es( Israel) dasselbe.

Palestine Monitor, 14.4.14.
(dt. Ellen Rohlfs)