Israels Atomgeschichte
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Von Jürgen Rose
1948 Während des ersten israelisch-arabischen Krieges erteilt Staatsgründer David Ben Gurion den Auftrag, die Möglichkeiten für ein eigenes Nuklearprogramm auszuloten und in der Negev-Wüste nach Uran-Vorkommen zu suchen. 1952 Der Staat Israel gründet ein "Atomenergiekomitee". 1957 Geheimvertrag mit der französischen Regierung über den Bau eines Atomreaktors für "militärische Zwecke". 1958 Baubeginn für das Nuklearzentrum von Dimona, die erforderlichen Uran-Lieferungen kommen aus Südafrika. Schrittweise Inbetriebnahme des Kernreaktors. 1963 Auf Druck von US-Präsident Kennedy sollen amerikanische Inspektionen in Dimona stattfidnen, denen sich Premier Ben Gurion zunächst verweigert hatte. Sein Nachfolger Levy Eschkol genehmigt die Überprüfungen. 1968 Offizielle Mitteilung der CIA an den US-Präsidenten Lyndon B. Johnson: "Israel ist in jedem Sinne des Wortes eine Atommacht." 1969 Amerikanisch-israelisches Agreement, wonach die USA nicht länger verlangen, dass Israel den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, während sich die Regierung in Tel Aviv verpflichtet, sein Nuklearpotenzial nicht als Druckmittel gegenüber der arabischen Welt zu nutzen. 1973 Während des Oktoberkrieges werden erstmals Teile der israelischen Nuklearstreitmacht in volle Alarmbereitschaft versetzt. 1976 Das Symington Amendment legt fest, dass die USA jedem Land die Militärhilfe entziehen, das nukleare Anlagen oder Technologien für die Anreicherung von Uran einführt oder ausführt. Für Israel bedeutet das: Es kann sich nach wie vor nicht offiziell zur Nuklearmacht erklären. 1987/88 Mit der Entwicklung der Trägerrakete Shavit erwirbt Israel zugleich die Fähigkeit zum Bau von Interkontinentalflugkörpern. 1991 Während des Golfkrieges Anfang 1991 gegen den Irak werden zwölf Raketen des Typs Jericho 2 (Reichweite 1.500 Kilometer) in volle Gefechtsbereitschaft versetzt. 1998 Am 23. Oktober unterschreiben Präsident Clinton und Premierminister Netanyahu in Wye Plantation (USA) ein Memorandum über die Stärkung von Israels Verteidigungs- und Abschreckungspotenzial. Die Formel gilt als offizielle Bestätigung des israelischen "Konzepts der strategischen Abschreckung". 1999 Die israelische Armee bezieht das erste deutsche U-Boot des Typs Dolphin (israelische Bezeichnung) zum Aufbau seiner "Zweitschlagkapazität". Quelle: Freitag |