"Streng geheim"
Das leiseste U-Boot der Welt
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ARD-Reportage zeigt "Das Superboot der Deutschen Marine" Hamburg - Getauft wurde es vor mehr als zwei Jahren, getestet wird es im praktischen Betrieb seit mehr als einem Jahr, und in Dienst gestellt werden soll es im September 2004: "U 31", das modernste nicht-nukleare U-Boot der Welt. Es ist das weltweit erste U-Boot, das - von der Außenluft unabhängig - mit Brennstoffzellen angetrieben wird. Damit kann es wochenlang unter Wasser bleiben und andere Schiffe orten und beobachten, ohne selbst entdeckt zu werden - denn es ist leiser als alle anderen. Die ARD zeigt an diesem Freitag um 21.40 Uhr erstmals eine Reportage von Bord des Schiffes: "U 31 ... streng geheim! Das Superboot der Deutschen Marine". Ein Kamerateam des NDR um Autor Jörg Hafkemeyer hatte sich anderthalb Jahre lang um eine Dreherlaubnis bemüht, bevor es schließlich klappte. Und einige Details blieben auch tabu; so durfte etwa der extrem leise arbeitende Schiffspropeller nicht gefilmt werden, und einige technische Angaben wurden nur angedeutet. So viel jedenfalls ist klar: Mit einer Tauchtiefe von 250 Metern ("auch 350 bis 400 Meter wurden nicht dementiert") ist das Boot nicht für den Einsatz in der viel flacheren Ostsee ausgelegt. Der Probelauf, bei dem das TV-Team dabei war, startete vom norwegischen Hafen Kristiansand aus in den Skagerrak. Der neue U-Boot-Typ, von dem die deutsche Marine zunächst sechs Stück erhalten soll, ist nicht nur mit modernster Technik voll gestopft, er ist auch viel größer als die Vorgängermodelle. Diese wirken mit ihren 500 Tonnen fast winzig im Vergleich zu der 1500 Tonnen großen und 56 Meter langen "U 31". Auch die Aufgabenstellung der neuen U-Boot-Generation wird sich von den alten Booten aus der Zeit des Kalten Krieges unterscheiden. Es geht nicht mehr in erster Linie darum, feindliche Kriegsschiffe zu bekämpfen. Heute und in Zukunft haben die Militärs auch unter Wasser ein Feindbild, das mehr mit Terrorismus oder Bürgerkriegen zu tun hat. Und da sind vor allem das Sammeln und die Übermittlung von Informationen gefragt. Sonaranlagen an Bord, ein Sehrohr mit zwölffacher Vergrößerung, eine Wärmebildkamera für Aufnahmen bei Nacht - all das wird kombiniert mit einer Datenübertragung praktisch in Echtzeit bei 30 Metern Tauchtiefe. "U 31"-Kommandant Frank Thiede beschreibt die Aufgabe des Bootes als "eine Art Rasterfahndung unter Wasser". Jedes der neuen Boote, die in Kiel und Emden gebaut werden, kostet 500 Millionen Euro. Und das Interesse ist weltweit riesengroß, ob in Israel, Italien, Taiwan Griechenland - oder in den USA. a Quelle:
Stuttgarter Nachrichten |