Die israelischen Siedlungen in der Westbank







Die grüne Linie von 1949

Die israelischen Siedlungen seit 1967

vollendete Abschnitte der israelischen Apartheid-Mauer

geplante Abschnitte der israelischen Apartheid-Mauer

von der Apartheid-Mauer einheschlossene Gebiete

zwischen Mauer und Grüner Linie eingesparte Gebiete Gebiete







Eine weitgehend illegale Anlage

Von Marlène Schnieper

Laut neusten Zahlen der Ocha, des Uno-Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten, wird sich Israels Sperrwall, so wie er heute geplant ist, über 723 Kilometer hinziehen.

Der Wall wird also mehr als zweimal so lang sein wie die Waffenstillstandslinie von 1949, die auch grüne Linie oder 67er-Grenze genannt wird und nach palästinensischen Vorstellungen auch die Grenze des künftigen palästinensischen Staates bilden soll. Das gesamte Gebiet, das auf diese Weise zwischen den Sperrwall und die grüne Linie zu liegen kommt, macht 9,8 Prozent der Westbank aus, Ostjerusalem und das so genannte Niemandsland mit eingerechnet. Jayyus ist ein Beispiel dafür. 35'000 Palästinenser in 35 Gemeinden, die Identitätskarten der Westbank besitzen, werden zwischen dem Wall und der grünen Linie, wohnen - ebenso wie die meisten der rund 250 000 Palästinenser Ostjerusalems mit israelischen IDs. 125'000 Palästinenser in 28 Gemeinden werden von drei Seiten von der Mauer umschlossen sein.

Wird die Mauer nach den jetzigen Plänen fertig erstellt, werden 13 Prozent davon auf der grünen Linie oder auf israelischem Terrain liegen, 87 Prozent innerhalb der Westbank. 87 Prozent der Sperranlage wären demnach völkerrechtswidrig entsprechend dem Gutachten, das der Internationale Gerichtshof in Den Haag am 9. Juli 2004 erliess. Aus Äusserungen des israelischen Staatskontrolleurs lässt sich schliessen, dass der Mauerbau auf bisher rund drei bis vier Milliarden Franken veranschlagt ist - "ohne Extras", wie Ocha-Vertreter vermuten.



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