Bericht:
Die Palästinensische Gefangenen Organisation kritisiert Merkel
Von Najib Farag
Die PPS kritisiert ernsthaft das Verhalten der Bundeskanzlerin Merkel, während ihres Kurzbesuches in der Westbank. Sie traf sich mit keiner der Familien von den 11.000 politischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen. Einschließlich denen aus dem Libanon.
Aber Merkel, die gerade den EU-Vorsitz innehat, traf sich mit den Familien von 3 israelischen Soldaten, die während israelischer Angriffe und Grenzverletzuzungen im vergangenen Jahr im Libanon und im Gaza-Streifen festgenommen wurden.
In einer Stellungnahme am Dienstag erklärte PPS: "Frau Merkel verweigerte ein Treffen mit Vertretern von Familien von palästinensischen Gefangenen. Dafür traf sie sich mit den israelischen Familien.
In ihrer Pressekonferenz nach dem Treffen mit Präsident Abbas am Sonntag, forderte Merkel eine sofortige Freilassung des Soldaten, der während einer Invasion im südlichen Gaza-Streifen (Juni 2006) festgenommen wurde. Aber sie machte nicht eine Bemerkung über die 11.000 Palästinenser in israelischen Gefängnissen. "Sie ignorierte völlig das Leiden der Palästinenser, einschließlich der Frauen und Kinder. Der Kranken und Alten." Die PPS sagte weiter, dass man größere Aktivitäten der EU in Richtung Ausgleich erwarte.
"Die PPS erwartet eine ehrliche und eindeutige Erklärung der EU zu diesen Umständen und eine Entschuldigung für diese Beleidigung der Menschen und deren legalen Kampf für Freiheit, Unabhängigkeit und ein Ende der Besatzung."
Die PPS fuhr fort und erklärte, "Die deutsche Position ist ungerecht und dient nur dem Interesse Israels und dessen Aggression gegen das palästinensische und libanesische Volk. Die israelischen Soldaten sind arrogant und brutale Besatzer, die im Kampf mit den Opfern ihrer Politik selber zu Gefangenen dieser Politik werden."
PNN, 03.04.2007
Für Freunde Palästinas
(en-dt: Walter Bornholdt)