Bericht:
Israelische Medien betrachten die Chancen für den 3er Gipfel pessimistisch



Israelische Sonntagszeitungen zeichnen sich heute durch eine überaus pessimistische Haltung bezüglich des Besuches von US-Außenministerin C. Rice aus. Einschließlich der Behauptung, dass sie die Absage der Haupt-Pressekonferenz mit MP Olmert direkt nach dem Treffen mit ihm verlangt habe.

Der Dreiergipfel, der morgen um 10 Uhr in Jerusalem stattfinden solle, wird 90 Minuten dauern und alle diplomatischen Delegationen werden an dem Treffen nach einleitenden Gesprächen teilnehmen. Wie immer, im Dunst der vielen Meinungen in der israelischen Presselandschaft erscheint es, als ob Tel Aviv keinen Erfolg des Gipfeltreffens erwartet.

Auf der Titelseite der Zeitung Ma'ariv erscheint: "Olmert und Rice stimmen darin überein, eine letzte Warnung zu senden und mehr Druck auf Abbas auszuüben!" Auf der 4. Seite erklärte die Zeitung, dass Ministerin Rice ein Versprechen abgeben will, das die Gründung eines palästinensischen Staates betrifft. Aber nur unter der Bedingung, das Abbas nicht die Frage Jerusalems, der Flüchtlinge und eines Grenzverlaufs anspricht. Er müsse den "Terror verurteilen" und durchsetzen, dass die neue Regierung Israel anerkennt.

Yadioth Ahronoth sagte voraus: "Bush wird die neue Regierung der Palästinenser nicht anerkennen!" und erwähnte eine "wichtige Quelle" im Büro des MP Olmert, die gesagt haben soll, "dass Olmert den Pessimismus bezüglich des Gipfeltreffens teilt." Ebenso sagte diese "Quelle", dass Olmert die Arbeit von Präsident Abbas nicht erleichtern wolle, durch Auszahlung von zurückgehaltenen Zöllen und Steuern etwa, oder die Bewaffnung seiner Garde zu unterstützen (wie von Bush großzügig versprochen hat). Yedioth Ahronoth meldete weiter, dass Olmert zögere Tzipi Livni, Amir Peretz und Shimon Perez zum Treffen mitzunehmen.

Ha'aretz erklärte, das es keine wesentliche Ergebnisse dieses Gipfels erwarte. Die Zeitung sagte weiter, dass der Rice Besuch nicht erfolgreich sein wird, falls er nicht von Saudi-Arabien und Ägypten unterstützt würde.

Ein amerikanischer Journalist, der die Teilnahme an den Besuchen von C. Rice verweigerte, sagte, dass "es wohl besser gewesen wäre, wenn die amerikanische Delegation die Kosten für die Fliegerei gespart hätte, wenn diese Bemühungen erfolglos bleiben."



Ma'an, 18.02.2007
Für Freunde Palästinas
(en-dt: Walter Bornholdt)




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