Bericht:
Ein "Elektronisches Gefängnis" in Ost-Jerusalem ermittelt

Von Maisa Abu Ghazaleh

Luay Nasser Addin ist mit 25 an das Haus "gefesselt". Er alterte nicht vor der Zeit, er ist nicht krank oder hat Platzangst. Der Mann aus Jerusalem steht unter Hausarrest.

Das war eine israelische Anordnung wegen dem in der Nachbarschaft in Wadi Joz Lebenden, in Ost-Jerusalems Altstadt, nahe der Al-Aqsa Moschee. Er war ein Aktivist des gewaltlosen Widerstandes und ein "Sicherheitsrisiko". Er wurde erst entlassen, als eine "elektronische Fußfessel" installiert war.

Halten sie fest, dass dieser Mann nie in kriminelle Handlungen verwickelt war und nie ein Mitglied einer bewaffneten Widerstandsgruppe. Er nahm nur an den gewaltlosen Demonstrationen gegen Israels Zerstörungen am Marokkanischen Tor und der Al-Aqsa Moschee teil.

Nasser Adin ist nicht der Einzige der wegen Freier Rede angeklagt wurde. Sheikh Ra'ed Salah war schon in und außerhalb aller Gefängnisse und Opfer des Gerichtssystems, andere wurden erschossen, während andere einfach aus ihren Betten gerissen wurden oder Straßen zu Schulen aufgerissen wurden.

Seine Anklage, so Nasser Adin: " Teilnahme an Protesten und Demonstrationen die nach Zerstörungen und Grabungen am Marokkanischen Tor begannen. Sie holten mich am 20.3. von zu Hause im Morgengrauen ab. Immer wieder verhörte man mich, bis in die Nachmittagsstunden des folgenden Tages. Immer wieder wurde ich geschlagen und misshandelt."

Mit Hilfe eines Anwaltes wurde er heimlich freigelassen. Nur unter der Bedingung, eine "elektronische Fußfessel" zu tragen, wurde er nach Hause entlassen. "Zuerst musste mein Bruder die Gerätschaften bezahlen und wir wurden aufgefordert, ein Fax, einen Internetanschluss und ein Telefon im Haus zu installieren. Mein Bruder musste schriftlich versichern, 5.000 Shekel und dann 10.000 zu bezahlen, im Falle er würde mich entkommen lassen

PNN, 18.04.2007
Für Freunde Palästinas
(en-dt: Walter Bornholdt)




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