Ein Brief von Müttern am Tag der palästinensischen Gefangenen



Der folgende wurde von Müttern, deren Kinder in israelischen Gefängnissen eingesperrt sind, geschrieben. Zu Ehren des Tages der Palästinensischen Gefangenen wurde er veröffentlicht, verbunden mit Ruf nach Freilassung.

Aus Anlass des Tages der Palästinensischen Gefangenen, am 17. April 2007, möchten wir, die Mütter und die Familien der gefangenen Palästinenser in israelischen Gefängnissen, den Lieben zeigen, wie sehr wir sie vermissen und wie sehr wir auf ihre baldige Freilassung hoffen.

Jeden Tag vermissen wir unsere Lieben, unsere Söhne, Töchter und Angehörige, die von den israelischen Besatzern von uns gerissen wurden und in die Gefängnisse Israels eingesperrt wurden. In Gefängnisse, die jedem minimalsten, internationalen Standard Hohn sprechen.

So wie wir die illegale Haft verurteilen und die inhumane Behandlung der Gefangenen verurteilen, so weisen wir die Aktivitäten krimineller Gruppen, die gegen jedes international Recht im Namen Palästinas und aller Araber agieren, zurück. Die Verschleppung eines Jeden, einschließlich des BBC-Mitarbeiters Alan Johnston, widerspricht jedem Recht, es verursacht Leid und Tränen bei deren Mütter. Das können die meistern der Palästinenser mitfühlen.

So wie wir an alle wesentlichen örtlichen, regionalen und internationale Gruppen appellieren, die zügige Freilassung unserer Gefangenen zu veranlassen, so appellieren wir an die, die Alan entführten, ihn unverzüglich freizulassen. Wir bitten sie, nicht die gleichen Schandtaten wie die Besatzungskräfte zu begehen und damit diesen gleich zu werden. Wir bitten sie, nicht den guten Willen der Völker der Welt zu missachten im Angesicht der bekannten Leiden des palästinensischen Volkes, welches nun fast 40 Jahre unter der Besatzung leidet.

Auf Grund unserer Erfahrung, unserer Moral und Prinzipien, sagt ein palästinensisches Sprichwort: "Keiner kann Schmerz fühlen, nur der Verletzte." Wir, die Mütter und Familien der Gefangenenverstehen und kennen das Leid der Familie von Alan Johnston und fordern deswegen, wie für unsere Gefangenen, seine Freilassung.

So wie das Leiden der Gefangenen in Israels Gefängnissen weitergeht und überall in den Medien von Gefangenenaustausch die Rede ist, bitten wir die palästinensische Seite, diese Möglichkeit anzustreben. Bitte lernt von den Fehlern der Vergangenheit, bei den Verhandlungen um unsere Leute.

Wir bitten die internationale Gemeinschaft, auf Israel Druck auszuüben, die Rechte der Gefangenen zu achten, und unsere Gefangenen zu entlassen.

Wir werden die israelische Seite weiter drängen, die fortgesetzten Verhaftungen und die unmenschliche Behandlung von mehr als 10.000 Häftlingen zu beenden. Diese Art und Weise dient nicht dem Friedensprozess, sie vertieft weiter die Zweifel, ob Frieden ohne Freilassung der Gefangenen und ohne Beendigung des Leides der Angehörigen überhaupt erreicht werden kann.

Friede muss die Freiheit der Menschen und des Landes bringen, das Ende der Besatzung, nicht eine Verstärkung all des Drucks auf uns.



FREIHEIT FÜR UNSERE GEFANGENEN !

DIE MÜTTER UND FAMILIEN DER PALÄSTINENSISCHEN UND ARABISCHEN GEFANGENEN IN ISRAELISCHEN GEFÄNGNISSEN !

PNN, 18.04.2007
Für Freunde Palästinas
(en-dt: Walter Bornholdt)




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