Bericht:
UNESCO lässt die Bauarbeiten in Jerusalems untersuchen
Der Leiter der UNESCO beauftragte eine Untersuchungsgruppe, die verschiedenen Bauprojekte der Israelis in Jerusalems Altstadt zu untersuchen.
"Ich glaube, dass diese Mission der derzeitigen kritischen Situation ein Ende bereiten kann, zumindest ein Nachlassen von Spannungen und der Wiederherstellung eines Klimas des Vertrauens zum Dialog erreicht", sagte der UNESCO-Direktor Koichiro Matsuura.
Die Altstadt ist durch die UNO-Konvention zum Schutz von Welt-Kulturerbe und natürlichem Erbe von 1972 geschützt. Sie ist in der Liste der UN-Weltkulturerbe aufgeführt und als bedroht eingestuft.
Durch die undurchsichtigen Bauarbeiten und Grabungen auf dem Haram Al-Sharif beeindruckt, warnte Mr. Matsuura Anfang des Monats vor weiterer Zunahme der Spannungen seit Beginn der Arbeiten. "Der klügste Weg wäre, alle Arbeiten einzustellen, das würde dann den nötigen Respekt zum Gespräch erzeugen, welches dringend begonnen werden muss," sagte er in einer Erklärung damals.
In der Erklärung sagte er weiter, dass die Entschließung des Welt-Erbe Komitees in 2006 in Litauen sich eindeutig gegen "alle Praktiken wendet, die eine Zerstörung der universellen Werte von kulturellem Erbe der Altstadt von Jerusalem, einschließlich dessen städtische und soziale Funktion und natürlich seiner visuellen Darstellung zur Folge hat!"
Das Untersuchungsteam, welches nach seiner Rückkehr aus Jerusalem direkt an Mr. Matsuura berichten wird, wird vom Direktor des Welt Kulturerbe Zentrums, Francesco Bandarin, geleitet und wird auch vom Generaldirektor des Internationalen Zentrums für Studien zum Zweck des Wiederaufbaus und Erhaltung von kulturellen Werten, Mounir Bouchenaki und den Präsidenten des Internationalen Rates für Kulturgüter, Michael Petzel und dem Weltkulturerbe-Zentrum, Veronika Dauge begleitet.
WAFA, 24.02.2007
Für Freunde Palästinas
(en-dt: Walter Bornholdt)