Die Empfehlungen des Mitchell-Reports
Der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt müsse sofort und bedingungslos unterbrochen werden. Dazu sollten die israelische Regierung und die palästinensische Autonomiebehörde wieder in Sicherheitsfragen zusammenarbeiten. Die politischen Führer beider Seiten hätten sich um einen Abbau der Spannungen zu bemühen. Zur Vielzahl der Vorschläge zählt, dass beide Konfliktparteien jede Art von Hetze benennen und verurteilen. Die Palästinenserbehörde müsse den Terrorismus ächten, mit vollem Einsatz Terrorhandlungen unterbinden und Täter bestrafen. Die israelische Regierung wird aufgefordert, den Siedlungsbau in den besetzten Gebieten einzustellen. Bei Auseinandersetzungen mit unbewaffneten Demonstranten solle die Armee keine tödlichen Waffen einsetzen, im Gegenzug seien bewaffnete Überfälle auf die israelische Bevölkerung zu unterbinden. Die Konfliktparteien sind zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Wie das im Einzelnen geschehen soll, sagt die Kommission nicht. Fest stehe jedoch, dass ein Ende der Gewalt und neu gewonnenes Vertrauen ohne ernsthafte Verhandlungen zur Lösung des Konflikts nicht lange Bestand hätten. |