Al-Yarmuk: 63 Personen verhungert, kaum medizinische Versorgung

Eine syrische Beobachtergruppe erklärte am Freitag, dass sie den Tod von 63 Personen, darunter Frauen und Kinder, im eingeschlossenen palästinensischen Flüchtlingslager im Damaszener Stadtteil Al-Yarmuk dokumentieren kann. Der Grund für deren Tod ist der gravierende Mangel an Nahrungsmittel und die fehlende medizinischer Versorgung.

“Die Zahl der Toten in Al-Yarmuk ist ein Ergebnis der ärmlichen Lebensbedingungen und die daraus folgenden gesundheitlichen Verschlechterungen. Medikamente sind nicht zu erhalten.“ So die in Großbritannien sitzende Syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte.

Die Lebensbedingungen im gesamten Stadtteil haben sich in den Monaten der Besatzung durch Al-Nusra-Einheiten und der Umschließung durch syrische Armeeeinheiten enorm verschlechtert. Die Preise für die noch zur Verfügung stehenden Güter stiegen ins Unendliche.

“61 der Toten starben in den letzten 3 Monaten”, so der Observateur, der sich auf Berichte von Netzwerkativisten und Ärzte vor Ort stützt.

Erstmals erreichte eine Nahrungsmittellieferung in der vergangenen Woche – nach 4 Monaten – den belagerten Flüchtlingslager.

Der UN-Rechtsbeauftragte Navi Pilly warnte, dass die Abschnürung ganzer Stadtteile mit Zivilisten nichts anderes als ein Kriegsverbrechen beurteilt werden kann!