Abbas: "Diese Chance auf Frieden kehrt vielleicht nicht wieder."

Der schrittweise Rückzug Israels könnte nach dem Vorschlag vom Präsidenten des Staates Palästina Abbas unter Aufsicht einer dritten Partei wie der Nato erfolgen. Die Übergangsphase dürfe allerdings drei Jahre nicht überschreiten. "Wir sagen, dass sich Israel in einer vernünftigen Frist, die nicht länger als drei Jahre ist, allmählich zurückziehen kann", erklärte Abbas in einem Interview mit der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan.

Ein längerer Verbleib sei jedoch unannehmbar. "Ich sage ganz deutlich: wer eine Übergangszeit von zehn bis 15 Jahren vorschlägt, will sich gar nicht zurückziehen", fügte Abbas in dem auf einer Sicherheitskonferenz in Tel Aviv gezeigten Interview hinzu.

Anschließend könnten internationale Truppen zum Beispiel der Nato die Sicherung der Ostgrenze des Palästinenserstaates im Jordantal übernehmen. Die Palästinenser würden die Stationierung von internationalen Einheiten akzeptieren. "Wir haben kein Problem mit der Anwesenheit einer dritten Kraft während oder nach dem Rückzug, um Israel Sicherheit zu geben", sagte Abbas.

Die Grenze des palästinensischen Staates werde aber am Ende in der Hand der Palästinenser sein und nicht in der der israelischen Armee. "Diese Chance auf Frieden kehrt vielleicht nicht wieder.", erklärte Abbas.

Medienberichten zufolge gibt es Vorstellungen der US-Regierung, nach denen an der Grenze zwischen dem Westjordanland und Jordanien noch bis zu 15 Jahre nach einem Friedensabkommen israelische Einheiten stehen könnten.