"Gazas Arche" nach Explosion in Hafen gesunken

Ein Bombenanschlag hat am frühen Dienstagmorgen ein von palästinensischen Aktivisten vorbereitetes Schiff zum Durchbruch durch die israelische Seeblockade des Gazastreifens versenkt. Der Rumpf der 24 Meter langen «Gaza's Ark» (Gazas Arche) wurde im Hafen von Gaza durch die Wucht der Explosion schwer beschädigt.

Menschen im Gazastreifen reagierten mit Wut auf den Anschlag und äußerten die Vermutung, dass Israel dahinterstecke. Die israelische Besatzungsarmee lehnte einen Kommentar ab.

Der ehemalige Fischtrawler war von Aktivisten in jahrelanger, mühsamer Arbeit und mit Spenden aus dem Ausland repariert und zu einem kleinen Frachter umgebaut worden. Das Schiff sollte mit traditionellen Erzeugnissen der Enklave am Mittelmeer beladen werden und im September versuchen, die israelische Seeblockade von innen zu durchbrechen. Alle Versuche, die 2009 verhängte Seeblockade von außen zu überwinden, waren gescheitert.