Hunderte Palästinenser protestieren

Nach wochenlangen Ausschreitungen und mehreren Anschlägen in Jerusalem haben die Unruhen am Samstag auch den Norden Israels erfasst. In der Stadt Kafr Kana versammelten sich am Samstag rund 2500 Palästinenser.

Der Nachrichtenseite "ynet" zufolge forderten sie die Suspendierung der Polizeibeamten, die in der Nacht in dem Ort einen jungen Palästinenser erschossen hatten. Dutzende Palästinenser warfen der Polizei zufolge am Ortseingang Steine auf Polizeibeamte und zündeten Reifen an.

Auslöser der Proteste waren die tödlichen Schüsse auf einen 22-jährigen Palästinenser in der Nacht zum Samstag. Der junge Palästinenser war am Samstag von Polizisten in Nordisrael erschossen worden, als er die Festnahme eines Verwandten verhindern wollte. Laut seiner Familie wurde er hingegen auf der Flucht "kaltblütig ermordet". Auf einem veröffentlichten Video eines Zeugen ist zu sehen, wie der Mann auf die Flucht war. In diesem Moment schiesst ein Polizist ihm mehrfach in den Rücken.

Am Samstagmorgen brachen in dem Ort mit knapp 20'000 Einwohnern erste Proteste aus. Anschliessend riefen die Anwohner zu einem Generalstreik auf.