Tausende Obdachlose nach Überschwemmungen in Gaza

Wegen der heftigen Überschwemmungen hatten Tausende Palästinenser im Gaza-Streifen am Wochenende ihre Häuser verlassen müssen.

Angesichts der Regenfälle hatten die Vereinten Nationen in der Enklave, die noch immer vom Krieg mit Israel verwüstet ist, am Donnerstag den Notstand ausgerufen. „Wir sind seit mehr als drei Monaten obdachlos“, sagte Na‘eem Dschendeja aus Gaza-Stadt, der in dem besonders stark zerstörten Viertel Schedscha‘eja lebt. „Nun hat der heftige Regen unser Leid noch verschlimmert.“

Auch das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) erklärte, die Niederschläge hätten die humanitäre Krise verschärft. Allein in Gaza-Stadt schloss die Behörde 63 Schulen als Vorsichtsmaßnahme. Robert Turner, der die UNRWA-Arbeit in Gaza leitet, äußerte sich betroffen. „Wir sind sehr besorgt über diese schweren Stürme so früh in der Saison und zusätzlich zur beispiellosen Zerstörung im jüngsten Konflikt“, sagt er. „Wir sorgen uns vor allem um jene Familien, die noch immer nach angemessenem Obdach suchen und sich auf den Winter vorbereiten.“

Im Sommer waren bei der israelischen Aggression mehr als 2.100 palästinensische Zivilisten ermordet worden. In der 50-tägigen Aggression hat die israelische Besatzungsarmee Zehntausende Wohnungen zerstört.