Syrien wirft Israel Luftangriffe nahe Damaskus vor

Syrien beschuldigt Israel, am Sonntag die Gegend von Dimas und die Gegend um den internationalen Flughafen von Damaskus bombardiert zu haben. Dabei habe es Sachschäden, aber keine Verletzte gegeben.

Im syrischen Fernsehen hieß es, Israel versuche, „den Terroristen in Syrien zu helfen“. Damit meint die Staatsführung in Damaskus Rebellengruppen, die gegen die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad kämpfen.

Syrien wandte sich nach Angaben des Außenministeriums in Damaskus an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und den UN-Sicherheitsrat mit der Bitte, Strafmaßnahmen gegen Israel zu verhängen. Das Ministerium nannte die Luftangriffe ein „abscheuliches Verbrechen gegen Syriens Souveränität“.

Syrien ist somit auch Schlachtfeld nicht nur des Bürgerkrieges und der IS-Offensive, sondern auch im israelischen Konflikt mit der auch auf Seiten Assads kämpfenden Hisbollah. Israel hat seit Januar 2013 acht Angriffe gegen Syrien geflogen. Die syrische Reaktion fiel auffallend gemäßigt aus, nämlich ohne die üblichen Rache-Drohungen. Das Regime wendet sich nur an den Uno-Sicherheitsrat mit dem Ersuchen, Israel zu verurteilen und mit Sanktionen zu belegen.

Zwei Tage davor hat die Uno einen Rapport über die Kooperation Israels und mit den syrischen Aufständischen veröffentlicht. Er zeigt auf, dass israelische Soldaten nicht nur enge Kontakte zu den Aufständischen unterhalten, deren Milizen fast den gesamten grenznahen Raum auf der syrischen Seite beherrschen. Hunderte Verwundete werden in israelischen Krankenhäusern gepflegt.