Siedler ermorden ein Baby

Israelische Siedler haben ein Wohnhaus in dem palästinensischen Dorf Kfar Douma in der Nähe von Nablus mit Molotowcocktails beworfen und dadurch in Brand gesetzt. Bei dem Anschlag wurde ein 18 Monate alter Junge ermordet. Seine Eltern und der vierjährige Bruder überlebten den Angriff mit zum Teil schweren Verletzungen.

Das Feuer hatte die Familie offenbar im Schlaf überrascht. Die Täter flüchteten. Laut Augenzeugen sollen sie in Richtung der nahegelegenen jüdischen Siedlung Maale Ephraim gerannt sein.

In unmittelbarer Nähe das Tatorts im Westjordanland fanden die Ermittler hebräische Graffiti. Dort standen unter anderem die Worte "Rache" und "Lang lebe der Messias".

Radikale Siedler werden für zahlreiche Brandanschläge gegen Moscheen, Kirchen und arabische Wohnhäuser in den vergangenen Jahren verantwortlich gemacht.