Zusammenstöße bei Eindringen der israelischen Besatzungsarmee in Dschenin

Bei dem Eindringen der israelischen Besatzungsarmee im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin im besetzten palästinensischen Gebieten hat es in der Nacht zum Dienstag die schwersten Zusammenstöße seit Jahren gegeben. Wie die Besatzungsarmee mitteilte, galt die Operation, an der auch Einheiten der paramilitärischen Grenzpolizei und der Inlandsgeheimdienst beteiligt waren, der Festnahme "eines leitenden Hamas-Aktivisten". Die Einsatzkräfte der israelischen Besatzung hätten das Haus abgerissen, in dem er vermutet wurde, teilten die israelischen Streitkräfte mit.

Das Haus wurde demnach mittels eines Bulldozers eingerissen und der gesuchte Aktivist schließlich festgenommen. Der Einsatz habe mehrstündige Unruhen ausgelöst, bei dem hunderte Palästinenser die Besatzungssoldaten mit Steinen und Brandflaschen attackiert hätten, hieß es in der Mitteilung der israelischen Besatzungsarmee.

Palästinensische Sicherheitskräfte erklärten, es sei auch zu Schusswechseln gekommen. Unter den palästinensischen Demonstranten habe es fünf Verletzte gegeben.