Palästinenser streiken

Die Palästinenser haben am Dienstag gegen den Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence im Heiligen Land gestreikt. Die palästinensischen Fraktionen kritisierten die umstrittene US-Anerkennung Jerusalems als "Israels Hauptstadt". Schulen und Geschäfte im besetzten Westjordanland und in Ost-Jerusalem blieben geschlossen, Busse fuhren nicht.

Nach der US-Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt war es zu Unruhen im Heiligen Land gekommen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte, die USA hätten sich als Vermittler für Friedensgespräche mit Israel disqualifiziert. Abbas hatte am Montag die Europäische Union aufgefordert, einen Palästinenserstaat anzuerkennen.

Schon im Dezember, als Pence seine Reise nach Israel eigentlich hatte antreten wollen, hieß es von Seiten eines ranghohen Fatah, Pence sei "in Palästina nicht willkommen". Die Palästinenserführung sieht Ost-Jerusalem als künftige Hauptstadt eines unabhängigen Staates Palästina. Die Israelis beanspruchen hingegen die ganze Stadt für sich.