Gaza: Soldaten der israelischen Besatzung ermorden vier Palästinenser

Tausende Palästinenser im Gazastreifen sind erneut an den Grenzzaun gezogen, wo die Soldaten der israelischen Besatzung mit scharfer Munition und Tränengas gegen die Demonstranten vorgehen. Einer davon sei erst 15 Jahre alt gewesen, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mit. Mindestens 618 weitere Menschen seien verletzt worden, 117 von ihnen durch Schüsse. Auch einem Fotografen der französischen Nachrichtenagentur AFP wurde demnach in den Fuß geschossen.

Das palästinensische Komitee des Marsches der Rückkehr hatte für diesen Freitag zum "Eine-Million-Marsch für Jerusalem " aufgerufen. Unterdessen demonstrierten Tausende im Iran, Irak, Jemen, Libanon, Türkei, Tunis und Marokko ihre Unterstützung für die Palästinenser.

Bereits seit 30. März haben Zehntausende Palästinenser an der Grenze protestiert. Sie fordern ein Recht auf Rückkehr in Heimatsdörfer und Städte. Dabei hatten sie auch der Vertreibung und Flucht Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948 gedacht, vor 70 Jahren.