Gaza unter Beschuss

Die Lage war eskaliert, nachdem der verdeckte Einsatz einer Spezialeinheit der israelischen Besatzungsarmee im Gazastreifen am Sonntag fehlgeschlagen war. Dabei waren sieben Palästinenser und ein israelischer Offizier getötet worden.

In der Nacht von Sonntag auf Montag führte die israelische Eliteeinheit Sayeret Matkal eine Geheimoperation im Gazastreifen in der Nähe von Khan Yunis durch. In einem Zivilfahrzeug versuchte die Einheit, einen Kommandeur der Nasser Salahdin Brigade entweder zu ermorden oder gefangen zu nehmen.

Doch die israelische Einheit wurde von palästinensischen Kämpfern enttarnt, und es kam zu einem Feuergefecht. Die israelischen Besatzungssoldaten forderten Luftunterstützung an, um sich aus der Umzingelung der Palästinenser zu lösen. Die israelischen Kampfjets ließen nicht lange auf sich warten und feuerten nach palästinensischen Angaben "mehr als 40 Raketen" auf palästinensischen Stellungen ab. Außerdem hat die israelische Besatzungsarmee mehr als 100 militärische Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Bei diesen Luftangriffen starben sieben Palästinenser, sowie im Zuge des Feuergefechts der stellvertretende Leiter der israelischen Einheit.

Als Reaktion darauf haben die militanten Palästinenser nach israelischen Armeeangaben Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert.

Der Raketenbeschuss und die Luftangriffe dauerten auch noch von Montag auf Dienstag an, ohne Anzeichen einer Deeskalation. Stattdessen verlegt die israelische Armee nun verstärkt Truppen und schweres Kriegsgerät an die "Grenze" zum Gazastreifen, in Erwartung eines Invasionsbefehls vom Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.