Israel riegelt nach Anschlag Ramallah ab

Nach dem die israelische Besatzung heute vier Palästinenser im besetzten Westjordanland ermordet hat, wächst die Furcht vor einer neuen Welle der Gewalt im Heiligen Land.

Die israelische Besatzungsarmee riegelte die Stadt Ramallah ab, das Verwaltungszentrum der Palästinenser im Westjordanland.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte nun an, tausende – ohne Genehmigung errichtete – Siedlerwohnungen in dem Palästinensergebiet rückwirkend "legalisieren" zu wollen. Zuvor hatten israelische Besatzungssoldaten zwei Palästinenser aus dem Westjordanland ermordet.

Das Büro des palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas verurteilte die Gewalt, machte aber die fehlenden Perspektiven für Frieden und das Vorgehen der israelischen Armee in den Palästinenserstädten dafür verantwortlich.

Israel hält Ost-Jerusalem und das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt. In dem Gebiet, das die Palästinenser für einen eigenen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt beanspruchen, leben inzwischen rund 400.000 Israelis in unterschiedlich großen Siedlungen. In den vergangenen Monaten haben die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis in dem besetzten Gebiet zugenommen.