Schwangere und ihr Kleinkind bei israelischem Angriff ermordet

Im Gazastreifen starben am Samstag nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums eine Schwangere und ihr 14 Monate altes Kind, als die Luftwaffe der israelischen Besatzung mehrere Ziele in Gaza bombardierte. Bei einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen auf die Stadt Aschkelon hat ein Mann in der Nacht zum Sonntag tödliche Verletzungen erlitten.

Israelische Panzer beschossen und Kampfflugzeuge nach Angaben der israelischen Besatzung rund 120 Ziele. Ein Sprecher der Besatzungsarmee erklärte, in den kommenden Stunden würden die „offensiven Anstrengungen“ im Gazastreifen noch erhöht.

Am Freitag waren bei den gewaltsamsten Protesten seit Wochen an der Grenze vier Palästinenser ermordet sowie zwei Besatzungssoldaten verletzt worden. 50 weitere palästinensischen Demonstranten wurden durch Schüsse israelischer Besatzungssoldaten verletzt. Nach Angaben der Besatzungsarmee beteiligten sich etwa 7400 Palästinenser an den Demonstrationen.

Israel und Palästinenser hatten sich vor der israelischen Parlamentswahl am 9. April auf einen von Ägypten vermittelten Waffenstillstand verständigt. Wochenlang flauten die Auseinandersetzungen merklich ab. Am Dienstag schränkte Israel den Fischereibereich für Schiffe aus dem Gazastreifen ein. Seither nahmen die Spannungen wieder zu.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu beriet mit Vertretern des Sicherheitsapparats über die Lage. Die Grenzübergänge für Menschen und Waren nach dem Gazastreifen wurden geschlossen und die Fischereizone vor der Küste des Gazastreifens gesperrt.

Bereits seit gut einem Jahr finden jeden Freitag Demonstrationen entlang der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel statt. Seitdem wurden mehr als 270 Palästinenser ermordet, die meisten von ihnen an der Grenze.