Warum sind die Palästinenser skeptisch?

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Die Palästinenser würden "nicht Sklaven und Diener" der US-Vermittler sein, sagte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas. Es scheint absurd zu sein: Obwohl sein Volk leidet, lehnt Abbas ein Milliardengeschenk ab. Warum er das macht? Weil er auch eine politische Lösung sehen will. Freilich brauche man das Geld, sagte Abbas. Aber verhandeln wolle man erst, wenn Trump die Zwei-Staaten-Lösung unterstützt und den arabischen Ostteil Jerusalems als besetzt anerkennt. Den politischen Teil wollen die USA aber erst nachreichen, sagte Kushner. Und die Befürchtung unter den Palästinensern ist groß, dass die USA davon abrücken, dass neben dem israelischen auch ein eigener palästinensischer Staat bestehen soll.

Darüber hinaus pflegen Trump und Israels rechtsgerichteter Premier Benjamin Netanyahu eine Männerfreundschaft. Und Trump hat politische Schritte gesetzt, die die Palästinenser nur als Affront ansehen konnten.

Die US-Regierung erkannte 2017 Jerusalem als Hauptstadt Israels an, ohne, dass sich Israelis und Palästinenser auf den Status der umstrittenen Stadt geeinigt haben.

Die USA strichen ihre Beiträge für das UN-Hilfswerk für die Palästinenser und stellten Zahlungen für palästinensische Krankenhäuser ein. Und sie stoppte sogar die Förderung von Begegnungsprogrammen zwischen Israelis und Palästinensern. Laut US-Regierung sollen die Palästinenser so gezwungen werden, wieder mit den USA und Israel zu verhandeln.