Israelische Besatzung zerstört palästinensische Häuser

Am Ostrand von besetzten Jerusalem sind die Abrissarbeiten mehrerer von Palästinensern bewohnter Gebäude fortgesetzt worden. Diese hatten in der vergangenen Nacht begonnen. Etliche Wohnungen seien bereits zerstört worden, teilten die Einsatzkräfte der israelischen Besatzung mit.

Das höchste Gericht der israelischen Besatzung hatte den Abriss mit der Begründung genehmigt, dort könnten sich Attentäter verbergen.

Nach Angaben der Palästinenser steht nur ein Teil des Gebietes unter israelischer Kontrolle. Die Autonomiebehörde befürchtet, der Abriss der Häuser könnte ein Präzedenzfall für andere ihrer Ortschaften entlang der Sperranlagen sein.

Walid Asaf von der palästinensischen Autonomiebehörde kritisierte die Anordnung der Zerstörung als unfair. Sie werde Israel "den Vorwand geben, Tausende andere Gebäude in der Nähe der Mauer zu zerstören".

Die palästinensischen Bewohner befürchten, dass noch andere Gebäude in dem Gebiet zerstört werden sollen. Während der Abrissarbeiten wurden Journalisten und Aktivisten nicht in das betroffene Gebiet vorgelassen. Bewohner und Aktivisten wurden aus den Häusern geholt. «Ich will hier sterben», rief ein Mann bei der Räumung.