Israel ordnet Schließung der Moschee in Hebron in der wichtigsten Nacht der Muslime an

Die israelische Militärverwaltung informierte am heutigen Dienstag die Waqf (Stiftung) in Hebron von ihrer Entscheidung, die Abraham-Moschee (Grotte des Patriarchen) in Hebron für Muslime am Montag, dem 5. August, zu schließen. Das betrifft die wichtigste Nacht im muslimischen Kalender.

Der Direktor der religiösen Stiftung in Hebron, Tayseer Abu Sneineh, teilte mit, dass die Moschee nur für Muslime geschlossen bleibt, während sie für Juden anläßlich des ersten Tages des jüdischen Monats Ayloul zugängig bleibt.

Leilat ul-Qadr ist die Nacht in der der Koran erstmalig dem Propheten Muhammad offenbart wurde, die Nacht des 27. Tages des Monats Ramadan – das ist die Nacht vom 4. August auf den 5. August. In dieser Nacht verbringen überall in der Welt Muslime die Zeit bis zum Morgengrauen im Gebet in der Moschee.

Abu Sneineh sagte weiter, dass die Schließung der Moschee in dieser so wichtigen Nacht für die Gläubigen ist eine Brüskierung der Rechte von Muslimen auf das freie Gebet an ihren heiligen Orten.

Israel hatte schon vor über 20 Jahren die Moschee zwischen muslimischen und jüdischen Räumlichkeiten aufgeteilt.