Bethlehems Bürgermeisterin ruft Christen um Solidarität

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage in ihrer Stadt und in ganzen Palästina hat Bethlehems Bürgermeisterin Vera Baboun die Christen in aller Welt zu Solidarität aufgerufen. "Wir können keine weitere politische Krise mehr verkraften", sagte die Katholikin am Dienstagabend beim Treffen mit einer internationalen Bischofsgruppe in Bethlehem.

Bethlehem leide unter hoher Arbeitslosigkeit sowie unter der Abriegelung durch Israel, so die seit gut einem Jahr amtierende Bürgermeisterin der Geburtsstadt Jesu. Die Stadt hänge im Wesentlichen vom Tourismus ab, so Baboun. Deshalb sei es wichtig, dass christliche Pilger nicht nur ein paar Stunden mit der Besichtigung der Geburtskirche verbrächten, sondern den Kontakt mit den einheimischen Christen suchten.

Den für 25. Mai geplanten Besuch von Papst Franziskus in Bethlehem wertete die Politikerin als klares Signal des Friedens. Er sei ein Zeichen für die Christen im Heiligen Land, dass sie nicht alleine seien.

Mit Blick auf die bis voraussichtlich April andauernden israelisch-palästinensischen Friedensgespräche bat Baboun die Bischöfe um jede erdenkliche Unterstützung für eine gerechte Friedenslösung.

Gleichzeitig sprach sich die Bürgermeisterin entschieden gegen die Definition Israels als ausschließlich jüdischen Staat aus.