IMAGE Israel ermordet 3 Palästinenser und verletzt 400
Freitag, 21. Juli 2017
In Ostjerusalem und im Westjordanland haben Tausende Palästinenser gegen die israelische Besatzung und dessen Sicherheitsmaßnahmen am Al-Haram Al-Sharif (Edles Heiligtum).... Weiterlesen...
IMAGE Israel beschränkt Zutritt zum Al-Aksa
Freitag, 21. Juli 2017
Israel begrenzt den Zugang zum Al-Haram Al-Sharif für Muslime. Nur Männer über 50 und Frauen jeden Alters sollen vorerst Zutritt zu der heiligen Stätte finden. Hunderte... Weiterlesen...
IMAGE Abbas: Trump müsse sich sofort einmischen
Freitag, 21. Juli 2017
Das israelische Sicherheitskabinett hatte am Freitagmorgen beschlossen, die umstrittenen Metalldetektoren vorerst nicht abzubauen. Abbas habe bei einem Telefongespräch mit dem... Weiterlesen...
IMAGE 50 Verletzte Palästinenser am Al-Haram Al-Scharif
Mittwoch, 19. Juli 2017
Die zweite Nacht in Folge ist vor dem Al-Haram Al-Scharif in Jerusalemer und israelische Besatzungskräfte zusammengestoßen. Die Lage in und um die Altstadt von Jerusalem ist... Weiterlesen...
IMAGE Fatah ruft für Mittwoch zu einem "Tag des Zorns" auf
Mittwoch, 19. Juli 2017
Der Palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah machte Israel verantwortlich für die aktuelle Eskalation in Jerusalem. "Die ganze Welt sollte wissen, dass Israel als... Weiterlesen...
IMAGE Deutschland stoppt wegen Korruptionsaffäre U-Boot-Geschäft mit Israel
Mittwoch, 19. Juli 2017
Die Bundesregierung hat die Unterzeichnung der Absichtserklärung über den Verkauf von drei U-Booten an Israel  gestoppt, berichtet das Portal Ynet. Der Grund sei die... Weiterlesen...
IMAGE Die schlimmste Aggression seit der Besetzung Jerusalems
Montag, 17. Juli 2017
Metalldetektoren an den Zugängen zum Al-Haram Al-Sharif (das edle Heiligtum) sollen künftig die Sicherheit an der Heiligen Stätte in der Jerusalemer Altstadt erhöhen. Ferner... Weiterlesen...
IMAGE Israelische Besatzungsarmee ermordet Palästinenser im Westjordanland
Montag, 17. Juli 2017
Am Sonntag erschossen israelische Besatzungssoldaten im Westjordanland einen Palästinenser, der sie nach "Angaben" der Besatzungsarmee angreifen wollte. Unter Netanyahus... Weiterlesen...
IMAGE Frankreich will neue Nahost-Friedensgespräche
Montag, 17. Juli 2017
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat neue Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern gefordert. Es müsse alles daran gesetzt werden, dass die... Weiterlesen...
IMAGE UNESCO erklärt Hebron zu Weltkulturerbe
Freitag, 07. Juli 2017
Die UNESCO hat die Altstadt von Hebron zum Weltkulturerbe erklärt und zugleich auf die Rote Liste gefährdeter Stätten gesetzt. Dies gab das Komitee am Freitag im... Weiterlesen...
Überfall mitten in der Nacht
Freitag, 23. September 2016
Am frühen Mittwochmorgen gegen halb drei Uhr ist eine Einheit der israelischen Armee in das Dorf Bilin in der besetzten Westbank eingedrungen. Die Soldaten durchsuchten mehrere Häuser und... Weiterlesen...
Israels falscher Bürgerkrieg
Dienstag, 13. September 2016
Ist Israel am Rande eines Bürgerkrieges mit einer jüdischen Bevölkerung, die tief gespalten ist bezüglich der zukünftigen Besatzung, wie eine wachsende Anzahl israelischer Kommentatoren... Weiterlesen...
Stille Landnahme
Freitag, 12. Februar 2016
Israelische Menschenrechtler werfen der dortigen Regierung vor, den Siedlungsbau voranzutreiben. Frühlingsblumen sprießen aus felsigem Grund, ein paar Hirten treiben ihre Ziegen die Hügel hinauf,... Weiterlesen...
IMAGE Sorgen um den Koordinator des gewaltfreien Widerstands
Sonntag, 25. September 2016
Die Internationale Liga für Menschenrechte e. V., die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e. V. und das Palästinakomitee Stuttgart e. V. veröffentlichten am... Weiterlesen...
IMAGE Presseerklärung der Delegation des Europäischen Parlaments für Beziehungen mit Palästina
Sonntag, 21. Februar 2016
Nach einem viertägigen offiziellen Besuch drückte die Delegation des Europäischen Parlaments für Beziehungen mit Palästina ihre Bestürzung über die sich verschlimmernde... Weiterlesen...
IMAGE Israelischer Oberrabbiner ruft zum Mord auf – 21.1. 16
Montag, 01. Februar 2016
Über Lilian Rosengarten (Auschwitz-Überlebende) Wir dürfen einem Palästinenser  nicht erlauben zu überleben, nachdem er verhaftet wurde.   Wenn man ihn leben  lässt und... Weiterlesen...

Kommt die dritte Intifad

Wollen die Palästinenser eine neue Intifada? Angesichts der immer brutaler werdenden israelischen Besatzung gibt es viele Gespräche dazu. Alleine in der letzten Woche nahm der Landraub und die Besiedlung der Westbank und in und um Ostjerusalem durch jüdische Siedler weiter zu.
In diesem Licht ist auch der Hungerstreik vieler palästinensischen Häftlinge und die Ermordung des palästinensischen Untersuchungshäftlings Jaradat unter Folter zu sehen. Kein Wunder, wenn der Ärger der Palästinenser gefährlich zunimmt.


Die Proteste fanden Ausdruck in der Errichtung symbolischer Zeltlager auf von der "Konfiskation" bedrohten Ländereien; wie in Bab al-Shams in E1- Gebiet; Kanaan in Hebron; in Beit Safa und al-Karmah auf bedrohtem Land von Anin bei Jenin. Die im Hungerstreik stehenden palästinensischen Häftlinge in den Gefängnissen der israelischen Besatzung führten zu Solidaritätsdemonstrationen und Protesten in der gesamten Westbank und im Gazastreifen. Alles das ermunterte die Palästinenser, wieder mehr für ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu kämpfen. Ungeachtet des zunehmenden Widerstandes sprachen die Palästinenser niemals von einer dritten Intifada.

Der Widerstand steht in direktem Zusammenhang mit Israels Besatzung und der immer massiveren Unterdrückungsmaßnahmen. Umso mehr der Druck Israels auf die Palästinenser zunimmt, umso stärker entfaltet sich der Volkswiderstand gegen eine der brutalsten Besatzungsmacht der neueren Geschichte. Dieser Widerstand und Kampf für Freiheit und Eigenstaatlichkeit nimmt die unterschiedlichsten Formen an, denn die Palästinenser wollen nicht zu den alten Formen der Gewalt zurückkehren. Der palästinensische Präsident Abbas, der strikt für gewaltfreien Widerstand eintritt, sagte, dass er "sich nicht in den Teufelskreis von Gewalt drängen lassen will, den ganz offensichtlich die israelischen Führer wollen!"

Auf der anderen Seite drängen gerade diese gewissenlosen Politiker und deren Medien die Palästinenser ganz gezielt in Richtung einer neuen Intifada! Sie wissen sehr wohl, dass sie die Stärkeren sind und alle möglichen Waffen einsetzen können, um Palästinenser zu ermorden, wann immer es nötig erscheint.

Wenn die Palästinenser endlich Gewalt anwenden, braucht Israel keine Entschuldigung mehr, um ihre Waffen einzusetzen und/oder mit neuen, noch vernichtenderen Waffen, am "lebenden Objekt" zu experimentieren. So geschehen in den diversen Kriegen gegen den Libanon und den Gazastreifen! Gewaltanwendende Palästinenser kann man dann auch wunderbar als "Terroristen" hinstellen, die dann mit "vollem Recht der Selbstverteidigung" abgeschossen werden dürfen/können. Israel wird seine Propagandamaschine mit solchen Sprüchen schmieren und dazu behaupten, dass es ja gar keinen Ansprechpartner auf palästinensischer Seite gäbe, mit dem man sprechen könne.

Palästinas Gewalt zur Verteidigung wird dann von Israel zur Rechtfertigung der massiven Gewalt benutzt und führt naturgemäß Israel wieder zur Rolle des "ewigen Opfers". Und natürlich zu der Rolle des Landes, welches von einer "Achse des Bösen" in seiner Existenz bedroht wird und nun ums Überleben gegen all das Böse in Gestalt von der iranisch-syrischen-Hizbullah-Hamas Achse kämpfen muss.

Nicht zu vergessen: Israel wird auch sein beliebtestes Argument von der Delegitimierung der "einzigen Demokratie im Mittleren Osten" hervor holen, wenn nur der geringste Schatten einer Kritik wegen der angewendeten exzessiven Gewalt gegen unbewaffnete und hilflose palästinensische Zivilisten auf dieses Musterland fällt.

Was Palästina braucht, ist mit Sicherheit keine neue Intifada gegen Israels Besatzungsgewalt; aber der sofortige Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten wird gebraucht! Dieses ehrenhafte Ziel wird nicht mit geworfenen Steinen gegen eine bis an die Zähne bewaffnete Militärmacht erreicht.

Eine "neue Intifada", wird die täglichen und wöchentlichen gewaltlosen Demonstrationen gegen Besatzung, Mauer- und Siedlungsbau beinhalten. So wie in Bil'in, Ni'lin und Madasara, ebenso wie in Hebron, Kafr Qaddoum und Jenin. Zu nennen sind auch die zahlreichen Hungerstreiks mutiger Palästinenser in Zions Haftanstalten wie Samer Issawi. Das lenkt die internationale Aufmerksamkeit auf die täglichen Leiden der Palästinenser, auch wenn sie wenig erfolgreich gegen Israels Übermacht erscheinen, diese Besatzungsmacht aus Palästina zu drängen. Aber solche Aktivitäten mobilisieren internationale Aufmerksamkeit und erzeugen Sympathie für die Palästinenser.

Dieser gewaltfreie Widerstand der Palästinenser hilft auch, die Freunde Israels zu verwirren, die immer noch blind diesen aggressiven und expansionistischen Staat auf Kosten von Recht und einem nachhaltigen Frieden in der Region unterstützen.

Was auch immer die Palästinenser brauchen, es ist keine neue Intifada; aber sie brauchen mehr Verständnis für ihren gerechten Kampf um Unabhängigkeit und Freiheit, gerade in Deutschland und in den USA, ins besonders von ihrem Präsident Obama, währen dessen Besuch in Israel und den besetzten palästinensischen Territorien!

04.03.2013
Freunde Palästinas