An meine Mutter
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Ich sehne mich nach dem Brot meiner Mutter, nach dem Kaffee meiner Mutter, Nach der Berührung meiner Mutter... In mir wächst Tag für Tag die Kindheit schon am frühen Morgen. Ich liebe mein Leben, denn wenn ich stürbe, würd ich mich schämen ob meiner Mutter Tränen. Nimm mich, falls ich dereinst mal wiederkehre als Tuch für deine Augenlider, bedecke mit Gras meine Glieder, getauft von der Reinheit deiner Ferse. Schnüre mir meinen Gürtel mit einer Haarsträhne fest, mit einem Faden von deines Rockes Saum... Vielleicht werd ich ein Gott, ja, ein Gott werde ich, wenn ich dein Herzesinnere berührt. Nimm mich, falls ich dereinst mal wiederkehre als Scheit für deine Feuerstelle, als Wäscheleine auf deines Hauses Dach, denn mir fehlt zu stehen die Kraft ohne dein Tagesgebet. Alt geworden bin ich, so gebt mir die Sterne meiner Kindheit zurück, damit ich zusammen mit den kleinen Vögeln kehre zurück in das Nest, in dem du auf mich wartest. Gesammelte Werke, Dar al-Awda, Beirut 1979
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