Bericht-Tulkarem:
Das Rote Kreuz organisiert Unterstützung für Bauern



Das Internationale Rote Kreuz (IRC) unterstützt im Nordwesten der Westbank Farmer, die von der Sperrmauer der Israelis direkt betroffen sind. Das Projekt welches zum Ziel hat, die Farmer zu befähigen, ihr Land im Bezirk Tulkarem zu bebauen, betrifft in den nächsten 3 Monaten fast 90 Bauern.

Der Direktor des Büros des IRC in Tulkarem, Milani Tremblay, sagte, dass seit 4 Jahren die Bauern wegen der Sperrmauer der Israelis nicht in der Lage waren ihr Land zu bestellen. Die Nutzer des Programms werden mit allen notwendigen Mitteln ausgestattet, um eine Wiederherstellung ihres Farmlandes und eine weitere Nutzung zu ermöglichen.

Um solch ein Projekt kontinuierlich weiterzuführen, erklärte Tremblay, muss das Rote Kreuz den Nutzen erkennen und dann ernsthafte Bemühungen daran setzen.

Der Führer der palästinensischen Bauern von Tulkarem im Volkskomitee, Suheil Salman, erklärte dass "die Folgen des Mauerbaus macht es den Bauern unmöglich, gerade nach den Verwüstungen in Folge der Intifada, dem Mauerbau und seiner Ausdehnung auf die Anbauflächen der Gemeinden, das Zerstören der Felder und der Infrastruktur mit den Planierraupen und dem Abholzen der Bäume und Unterpflügen der Feldfrüchte, unser Land zu bewirtschaften".

Salman fuhr fort und sagte: "dass noch mehr Unterstützung in Folge nötig sein wird, um den Erfolg auszubauen und das Land durch Bearbeiten wieder in Besitz zu nehmen".

Der Bauer Fayez Al Tanib dankte dem IRC für die Hilfe an die palästinensischen Farmer und bekräftigte die Notwendigkeit einer solchen Unterstützung. Er fügte hinzu, dass in den vergangenen Jahren ihnen jeder Zugriff auf ihr Land untersagt war, dadurch wurde es den Israelis ja erst möglich, die Infrastruktur durch den Mauerbau und dessen Ausdehnung auf ihr eigenes Land zu vernichten".

Al Tanib bekräftigte seine Aussagen, weil auch diverse Treibhäuser und chemische Fabriken westlich von Tulkarem von den israelischen Besatzern zerstört wurden. Er rief internationale Organisationen auf, die Hilfe für die palästinensischen Bauern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen, einschließlich der Vermarktung ihrer Produkte und durch eine Öffnung ausländischer Märkte.

Bassam Hassan Isa aus der Vorstadt Irtah arbeitet an Artesischen Brunnen in der Anbauregion und hofft ebenfalls durch diese Hilfen wieder zur weiteren effektiven Bodennutzung beizutragen.

Bauer Musa sagte, dass ein Teil der Hilfe in die Düngung des Bodens floss, "ein sehr wichtiger Teil der Förderung". Er bittet auch um ständige Förderung der Bauern, um die Arbeit der Rekultivierung ihres Bodens zu erleichtern. Er sagte, dass die größten Verluste und Kosten für die Bauern entstehen, die ihre Ländereien nahe der Mauer haben.

Ein anderer Bauer meinte, dass er und seine Familie das Land vor 2 Jahren verlassen hat und später immer wieder versucht hätte, Arbeit als Bauer weiterzuführen. Das war aber wegen fehlender Geldmittel nicht möglich. Das IRC fördert aber die Bauern in Abhängigkeit von ihrem Land und der Effektivität der Arbeit, wie dem zu erwartenden Ertrag.

Einige Vertreter des IRC in Tulkarem besuchten die ganze Region mit den Bauern, die in dem Programm mitarbeiten, um die Bedürfnisse der Menschen in Tulkarem und Umgebung zu ermitteln. Jeder Farmer wurde vom Roten Kreuz, dem Ministerium für Ackerbau und die Palästinensische Farmer-Vereinigung erfasst und bewertet. Alle Erfordernisse wurden von den 3 Organisationen genau studiert, um Mehrfachförderung zu verhindern.

PNN, 20.01.2007
Für Freunde Palästinas
(en-dt: Walter Bornholdt)




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